Die Drei ??? - Print 213 - Und Der Geisterbunker

Kommissarin Merryweather, die Vertretung von Inspektor Cotta, schickt Justus, Peter und Bob zu einem verlassenen Bunker an der Steilküste von Rocky Beach. Dort soll es angeblich spuken, doch für solchen Kinderkram hat die Grossstadtpolizistin keine Zeit. Als die drei Detektive am Bunker ankommen, hören sie geisterhafte Stimmen und werden plötzlich von einem Unbekannten eingesperrt. Schnell wird den Freunden klar, worum es geht: Ein alter Fall holt Merryweather ein und die drei ??? stecken mittendrin.


Die Drei Fragezeichen

Fall 213
Und Der Geisterbunker

Ben Nevis

Hardcover - 2021.03
ISBN: 9783440166819

eBook - 2021.03
ISBN: 9783440503171

Verlag: Kosmos
Seiten: 144


Kapitel

01. Die Falle
02. Neue Fälle stapelweise
03. Katzen und Papageien
04. Im Gewitter
05. Die dunkle Öffnung
06. Geisterstimmen
07. Verspiegeltes Glas
08. Albtraumnacht
09. Der blaue Rucksack
10. Die Enttarnung
11. Justus' Trick
12. Ein tiefer Fall
13. Verfolgung-Ralley
14. Justus Superhirn
15. Die Insel des Todes
16. Retter sich, wer kann
17. Hochbegabte
18. Knack den Code!
19. Ein alter Freund hat etwas zu sagen
20. Vollalarm
21. Abführen!


Die Falle

Justus Jonas zog seinen Freund Peter Shaw tief zu sich hinter die Mülltonne. "Da vorne...", flüsterte er so leise, dass Peter es gerade noch vernahm, "da schleicht sich jemand an!"
Peter starrte auf die nächtliche Strasse. Dummerweise sah er nichts. Es war dunkel und nur ab und zu schuf eine Strassenlaterne eine kleine Lichtinsel unter sich. Doch, tatsächlich: War da nicht ein Schatten, der sich eng an die Autos gedrückt langsam näherte? Geradewegs auf den silberfarbenen Mercedes zu, der nur wenige Meter weiter rechts von ihnen am Strassenrand parkte. Ein wunderschönes altes Auto, schwach beschienen von der Laterne, die darüber im Wind sanft an einer Oberleitung hin und her wippte.
"Tatsächlich!", flüsterte Peter. "Hoffentlich sieht er uns nicht."
Die Papiertüte in Justus' Hand knisterte. Mit tiefen Zügen blies der Erste Detektiv der drei ??? sie auf.
"Er wird uns zwar nicht sehen, aber hören, wenn ihr so weitermacht", sagte Bob Andrews leise. Mit seinem Handy in der Hand kauerte er ein Stück weiter hinter einem Zierstrauch. "Achtung: Gleich gilt Code sieben!"
Sie schwiegen und spannten die Muskeln an. Ein Mann schälte sich aus dem Schatten heraus, eine schwarze Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Etwas blitzte in seiner Hand auf: ein Messer!
"Der Reifenstecher!", entfuhr es Peter.
Die drei Detektive beobachteten, wie sich der Mann umblickte und auch kurz in ihre Richtung sah. Doch offenbar bemerkte er die Jungen nicht. In einer schnellen Bewegung kauerte er sich neben das Heck des Mercedes. Die Hand mit dem Messer holte zum Stich aus.
"Code sieben", stiess Bob hervor. Fast im gleichen Moment sprangen die drei Freunde auf.
"Halt!" Justus trat aus seinem Versteck. Der Mann war nur wenige Meter entfernt. Doch weit genug, dass er noch fliehen konnte. "Sie sind der Reifenstecher von Rocky Beach!", rief der Erste Detektiv. "Der Attentäter, der es auf schöne alte Autos abgesehen hat. Ergeben Sie sich, Sie sind überführt!"
Der Mann hatte seine Bewegung unterbrochen und sich herumgedreht.
Auch Peter und Bob kamen nun aus ihrem Versteck hervor.
Kurz befürchteten die drei ???, dass der Reifenstecher sie angreifen würde. Schliesslich hatte er ein Messer! Doch er erkannte seine Chance zur Flucht, sprang auf und sprintete los. Die drei ??? rannten hinterher. Der Kerl war schnell, sodass Justus schon nach wenigen Metern den Anschluss verlor. Auch Bob stoppte ab, nur Peter konnte mithalten. Doch er gab nicht sein Äusserstes und hielt Abstand. Gleich würde der Flüchtende die nächste Kreuzung erreichen.
"Stehen bleiben!", brüllte Justus und liess die aufgeblasene Papiertüte knallen. Es klang wie ein Schuss.
Der Mann wandte sich kurz um und wollte dann weiterrennen. In dem Moment preschte ein Streifenwagen auf die Strasse. Zwei Polizisten sprangen heraus. Mit geübten Griffen entwanden sie dem Flüchtenden das Messer und rangen ihn zu Boden. Der Mann fluchte lautstark.
"Gut gemacht", sagte Officer Brown, einer der Polizisten, wenige Momente später. Der Reifenstecher, ein etwa vierzigjähriger Mann mit bleichem Gesicht, sass mit Handschellen im Polizeiwagen. "Den Ganoven haben wir schon lange gesucht! Er hat tatsächlich eine Vorliebe für schöne alte Autos. Eure Falle ist hervorragend zugeschnappt!"
"Sogar der Mercedes, den Onkel Titus aufmöbeln soll, ist unversehrt geblieben", sagte Justus stolz. "Und das Timing war hervorragend: Sie haben genau im richtigen Moment die Kreuzung blockiert."
"Dank Code sieben plus 20 Sekunden", sagte Officer Brown und zeigte auf das Display seines Handys. "Und was bedeutet bei euch Code sechs?"
"Warten", sagte Peter trocken.
Officer Brown lachte. "Inspektor Cotta wäre stolz auf euch. Ihr seid eine wirklich gute Hilfstruppe."
Justus hatte genau zugehört. "Wieso wäre?", fragte er nach. "Ist Inspektor Cotta nicht vor Ort?"
Der Officer schüttelte den Kopf. "Nein. Heute Nachmittag hat er sich auf eine mehrwöchige... Fortbildung verabschiedet. Nun...", er überlegte kurz, "sagen wir besser: eine Pause. Er hat kurzfristig einen Platz für eine Erholungskur bekommen. Die letzten Jahre waren wohl etwas anstrengend."
"Das hätte er uns ruhig mitteilen können", sagte Justus ein wenig beleidigt.
"Er wollte euch kurz vor der Aktion nicht irritieren", antwortete der Officer. "Er vertraut mir. Und es hat ja auch geklappt! Ich weiss nur nicht, ob seine Vertretung begeistert davon sein wird, dass so junge Detektive der Polizei von Rocky Beach unter die Arme greifen. Das ist schon etwas ungewöhnlich..."
"Eine Vertretung, sagen Sie? Wer ist es?", fragte Bob nach.
"Kommissarin Lisa Merryweather", sagte Brown und rollte vielsagend mit den Augen. "Seit ein paar Tagen auf unserer Station. Direkt aus Los Angeles...

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Samstag, 27. November 2021

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