Die Drei ??? - Spezialgelagert Print - O Du Finstere

In einer einsamen Bergpension treibt der unheimliche Krampus sein Unwesen. Trotz unheimlicher Vorfälle und Drohbotschaften beginnen die drei ??? zu ermitteln.
Tag für Tag kommen die drei Detektive der Lösung des Falles immer näher. Schaffen es Justus, Peter und Bob das Rätsel um die Schreckensgestalt innerhalb 24 Tage zu lösen?


Die Drei Fragezeichen

Spezialgelagert
O Du Finstere

Hendrik Buchna

Hardcover - 2019.09
ISBN: 9783440158043

eBook - 2019.09
ISBN: 9783440160107

Verlag: Kosmos
Seiten: 176


Kapitel
1. Auf ins Winterwunderland
2. Tief in den Wälder
3. Licht im Dunkel
4. Böse Erinnerung
5. Gruss vom Krampus!
6. Keine stille Nacht
7. Abreisen oder bleiben?
8. (K)ein Fall für die drei ???
9. Adventsdämonen und Geisterkind
10. Ein unglaublicher Verdacht
11. Bär gegen Teufel
12. Der Sessellift
13. Gefangen im Nichts
14. Eisnebel
15. Überraschende Erkenntnisse
16. Getränkte Liebe
17. Bitterböser Schneemann
18. Schatten der Vergangenheit
19. Unerwartete Wendung
20. Neustart
21. Ein Albtraum wird wahr
22. Die Masken fallen
23. Aug in Aug mit dem Feind
24. O Tannenbaum

1. Auf ins Winterwunderland

"Rudolph the red-nosed reindeer had a very shiny nose!"
Aus vollem Hals schmetterten Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews sowie Justus' Tante Mathilda und sein Onkel Titus ein Weihnachtslied nach dem anderen. Die Stimmung an diesem 22. Dezember im gemütlich warmen Mietwagen war prächtig. Das war auch kein Wunder. Nachdem in den letzten Jahren die Zeit rund um das grosse Fest immer sehr stressig gewesen war, hatte Tante Mathilda diesmal einen ganz besonderen Wunsch gehabt: "Ich möchte endlich mal Weihnachten wie im Bilderbuch feiern: ruhig, romantisch, verschneit - und vor allem ohne Ablenkungen durch diesen ganzen modernen Technik - Schnickschnack !"
So hatte Onkel Titus schliesslich einen Kurzurlaub in einer hübschen, einsam gelegenen Bergpension nördlich von Snow Valley, einem der ältesten Wintersportgebiete Kaliforniens, gebucht. Zunächst war Justus, der seit dem Tod seiner Eltern vor vielen Jahren bei seiner Tante und seinem Onkel lebte, mit Blick auf ein "Weihnachtsfest im Nirgendwo" ziemlich skeptisch gewesen. Doch das hatte sich schlagartig geändert, als Tante Mathilda nach Rücksprache mit Peters und Bobs Eltern die beiden Jungen eingeladen hatte mitzukommen. Mit ihren Familien würden die zwei dann nach ihrer Rückkehr feiern.
"Ihre selbst gebackenen Plätzchen sind himmlisch, Mrs Jonas!", schwärmte Peter in einer kurzen Liederpause, während er sich strahlend aus der herumgereichten Blechdose eine verlockend glänzende Cranberry-Mandel-Schnecke schnappte.
Bob, der am Steuer sass, nickte zustimmend und hob gleichzeitig spielerisch mahnend den Zeigefinger. "Aber passt bitte auf, dass Justus nicht alle Erdnuss-Honig-Taler allein verputzt."
"Allerhöchstens drei Stück hatte ich!«, protestierte der Erste Detektiv, der sich zusammen mit seiner Tante und seinem Onkel die Rückbank teilte. "Und ausserdem -"
"Herrschaften!" Energisch schüttelte Mrs Jonas den Kopf. "Wir hatten doch eine eindeutige Regel vereinbart."
"Kein Streit im Weihnachtsmobil", erwiderten die drei ??? schuldbewusst wie aus einem Mund.
»Und genau daran werden wir uns auch alle halten", forderte Onkel Titus mit gespielter Strenge.
Dann fügte er augenzwinkernd hinzu: "Abgesehen davon hat mir ein gewisser Back-Engel geflüstert, dass sich noch eine zweite grosse Keksdose an Bord befindet."
Von diesem Hinweis bestärkt griff sich Justus mit leuchtenden Augen einen bunt verzierten Lebkuchenmann. "Ein Hoch auf die beste Tante des Planeten!"
Inzwischen hatten sie die malerische Bergwelt der Sierra Nevada erreicht. In Höhe von Running Springs setzte erster Schneefall ein und bereits wenige Minuten später breitete sich vor der Windschutzscheibe eine wahre Winteridylle aus.
Mit seligem Lächeln liess Mrs Jonas ihren Blick über die weisse Pracht schweifen, nach der sie sich so sehr gesehnt hatte. Schmunzelnd betrachtete Justus sie aus den Augenwinkeln. Selten hatte er seine forsche Tante so ruhig und verträumt erlebt.
Nach gut zweieinhalb Stunden Fahrt erreichten sie schliesslich ihr Ziel. Vor den Ankömmlingen ragte ein zweigeschossiges Holzhaus auf, dessen schneebedecktes und mit Eiszapfen behangenes Dach beschaulich in der Nachmittagssonne glänzte. Gleich nebenan erkannten sie eine kleine überdachte Eisbahn, die mit Tannenzweigen und Lichtergirlanden dekoriert war.
Tante Mathilda war die Begeisterung deutlich anzusehen. "Wunderschön, genau so hatte ich es mir vorgestellt! Einsam in der Natur - fünfzig Meilen bis zur nächsten Stadt. Und wisst ihr was? Die Pension ist dieses Jahr für einen grossen Touristikpreis nominiert. Im nächsten Winter kosten die Zimmer wahrscheinlich das Doppelte!"
Bob hielt auf einem hufeisenförmigen Stellplatz unter einem stabilen Aluminiumdach. Vier weitere Autos und ein alter, ziemlich verschrammter Van parkten hier. Nebenan in einer offenen Blechgarage stand ein kompaktes feuerrotes Schneemobil.
Noch während des Aussteigens wurden sie von den Pensionsbesitzern, einem jungen Ehepaar namens Ferguson, herzlich begrüsst und mit dem Gepäck ins Haus geleitet. An der Rezeption wartete heisser Eierpunsch auf die Erwachsenen und warme Milch mit Honig oder Kakao mit Sahne auf die Jungen, alles frisch zubereitet von der fröhlichen Köchin Debra.
Die stämmige Texanerin - etwa Anfang dreissig, mit Stupsnase und scharlachrot gefärbtem Pferdeschwanz - rief ihnen mit schallender Stimme entgegen: "Willkommen in der Snowflake Lodge, dem schönsten Ort diesseits der Rocky Mountains!"
"Vielen Dank - was für ein grossartiger Empfang!", lobte Onkel Titus, während seine Frau das Anmeldeformular ausfüllte.
"Hier ist es wirklich toll", stimmte Bob zu und blickte sich nach allen Seiten um. "Man kommt sich vor wie in einem Knusperhaus."...


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Donnerstag, 02. Dezember 2021

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