Die Drei ??? - Print 206 - Die Falschen Detektive

Ungeheuerlich: Drei Jungen, die noch nie zuvor in Rocky Beach gesehen wurden, geben sich als die drei ??? aus! Ganz klar: Justus, Peter und Bob müssen den falschen Detektiven das Handwerk legen.


Die Drei Fragezeichen

Fall 206
Die Falschen Detektive

Ben Nevis

Hardcover - 2019.09
ISBN: 9783440160473

eBook - 2019.09
ISBN: 9783440160527

Verlag: Kosmos
Seiten: 144


Kapitel
01. Metalldetektor
02. Der falsche Bob
03. Das Haus am Canyon
04. Geistergeschichten
05. Tarnen und Täuschen
06. Der falsche Peter
07. Ein Papier voller Rätsel
08. Knalleffekte
09. Der Totentisch
10. Peter hält den Atem an
11. Belauscht!
12. Einsatz in Santa Barbara
13. Ein geheimes Treffen
14. Sun Pho
15. Lehre den Affen nicht das Klettern
16. Der Eindringling
17. Der Geist erscheint
18. Kampf im Dunkeln
19. Das Versteck
20. Minis Geheimnis
21. Die Masken fallen

Metalldetektor
Bob Andrews beschleunigte seinen Schritt, doch der Abstand reichte nicht mehr, um sich unauffällig an dem Jungen mit dem blonden Wuschelkopf vorbeizudrängeln. Dieser trat wie befürchtet an das Warenregal, in dem nur noch ein einziger Metalldetektor auf einen Käufer wartete. Mit dem Rücken zu Bob nahm er ihn prüfend in die Hand. Hoffentlich legt er den Detektor wieder zur Seite, dachte Bob und versuchte, das Preisschild zu entziffern, das an der Leiste über dem Regalboden klebte. Billig war das Gerät nicht, mit dem die drei Detektive am Strand nach Schätzen suchen wollten. Ihr eigener Detektor hatte in Rocky Beach seinen Geist auf gegeben. Aber die Detektivkasse war zum Glück gerade gut gefüllt.
Justus und Peter würden verdammt sauer sein, wenn er ohne das Ding zurückkäme. Zusammen mit seinen Freunden war Bob die Küste hochgefahren, nach Santa Barbara, um für ein paar Tage das Haus eines Bekannten von Justus' Onkel Titus zu hüten, der auf einer Fortbildung war. Die Zeit wollten die drei ??? sinnvoll nutzen: Sie mussten eine Präsentation für den Biologieunterricht vorbereiten. Thema: Einzigartig in Australien: das Schnabeltier. Aber man konnte ja schliesslich nicht den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen. Das war ungesund. Gesund hingegen war Bewegung. Zum Beispiel an den Strand gehen, im Meer baden und nach im Sand verborgenen Schätzen suchen. Bob ahnte, dass sich das schnell zu ihrer Hauptbeschäftigung entwickeln würde.
Der andere Junge hatte seine Produktstudie beendet. Er klemmte sich den Metalldetektor unter den Arm und suchte den Weg zur Kasse.
Enttäuscht sah sich Bob nach einem Mitarbeiter um. Vielleicht gab es ja noch ein Exemplar im Lager. Sein Blick fiel auf eine Frau in einem weissen Kittel, die sich von einer Versandkiste aufrichtete und den anderen Jungen ansprach, der gerade an ihr vorbeiging.
"Du nimmst ihn also?"
Der Junge, vermutlich etwa in Bobs Alter und etwas kleiner als er, nickte.
"Da hast du noch mal Glück gehabt!", sagte die Frau. "Es ist der letzte, den wir haben. Und Detektive ohne einen Metalldetektor kann man sich ja schwerlich vorstellen.«
Bob zuckte zusammen. Der andere Junge war ein Detektiv?
"Da haben Sie recht", antwortete dieser, "wie gut, dass Mrs Willard mich direkt zu Ihnen geschickt hat."
"Grüsse sie von mir, Bob!"
Unwillkürlich musste Bob grinsen. Er heisst wie ich, dachte er. Ungewöhnlich war das nicht. Bobs gab es in Amerika wie Sand am Meer.
"Mach ich!" Der Junge wandte sich zum Gehen.
Die Verkäuferin rief ihm nach: "Viel Erfolg bei der Suche!"
Lässig reckte der Junge den Daumen nach oben.
"Den werden wir haben, schliesslich sind wir die drei ???!"
"Eben", sagte die Verkäuferin.
Im ersten Moment meinte Bob, sich verhört zu haben. Doch der Junge war klar zu verstehen gewesen. Schliesslich sind wir die DREI ???! Bob setzte sich in Bewegung.
"Kann ich dir helfen?", fragte die Verkäuferin, als er an ihr Vorbeigehen wollte.
"Nein, ja... später!", stotterte Bob und schob sich so hektisch an ihr vorbei, dass er über die Versandkiste stolperte. Eine Flut von Eieruhren ergoss sich auf den Boden.
"Ich ... ich komme gleich zurück und räume... Ach... Entschuldigung! Bitte!", stiess Bob hervor und hetzte weiter. Der andere Junge war gerade dabei, den Baumarkt zu verlassen. Bob beschleunigte sein Tempo.
Der kritische Blick des Kassierers traf ihn, als er, ohne etwas zu bezahlen, durch den leeren Kassengang joggte. "Warte mal! Warum so eilig?"
"Ich habe nichts", sagte Bob und lief weiter.
Inzwischen hatte der Junge den Vorplatz des Ladens betreten. Bob sah, wie vom Parkplatz her ein Wagen heranrollte. Der Junge öffnete die Beifahrertür, stieg ein und das Auto brauste davon. Bob versuchte noch, die Nummer zu erkennen, sah das Auto aber nur von der Seite.
Mist!
Bob holte Luft und drehte sich wieder um. Der Kerl hinter der Kasse war von seinem Hocker aufgestanden und starrte ihn an. "Er... Ich dachte... ich kenne ihn, diesen Jungen, wissen Sie", sagte Bob und lächelte. "Ein Freund von mir. Leider verpasst!"
Der Kassierer verzog den Mund und Bob ging wieder in den Baumarkt hinein. Inzwischen hatte die Verkäuferin alle Eieruhren eingesammelt.
"Jetzt ist es leider zu spät für deine Hilfe", sagte sie, als sie Bob erkannte.
"Ich bitte noch einmal um Entschuldigung", murmelte Bob. Tausend Gedanken flogen ihm durch den Kopf, aus denen er sich einen groben Plan zurechtlegte, wie er an die Information kommen konnte, die er nun brauchte. "Der Junge eben, ich glaube, ich weiss, wer das ist. Bob heisst er, oder?"
"Ja", bestätigte die Verkäuferin, "Bob Andrews."
Andrews. Es traf ihn wie ein Schlag. Sein Name! Nun war eindeutig klar, dass hier etwas nicht stimmte. Bob versuchte, die Fassung zu bewahren. "Ist er nicht Detektiv?"...

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