Drachenjäger

TNG / 028 - Here There Be Dragons / 033 - Drachenjäger

Die Enterprise erforscht eine interstellare Gaswolke. Obwohl es undenkbar erscheint, müssen Captain Picard und seine Crew entdecken, dass sich im Inneren der Wolke ein Planet mit einer terrestrischen Kolonie verbirgt.
Es handelt sich um eine Welt, die von den geheimnisvollen Bewahrern eingerichtet wurde. Diese haben offensichtlich Menschen aus der Zeit des Mittelalters auf den Planeten angesiedelt, um ihre Entwicklung zu beobachten. Doch die überlegene Bewahrer-Technik fiel einer Gangsterbande in die Hände, die die Gesetze der Föderation mit Füssen tritt.
Jean-Luc Picard sieht sich vor eine heikle Aufgabe gestellt. Er muss den Kriminellen das Handwerk legen, ohne die Erste Direktive zu verletzen. Als er mit einem Team auf den Planeten beamt, lernt er bald die Härten einer mittelalterlichen Feudalgesellschaft am eigenen Leib kennen. Und in der Zwischenzeit wird die Enterprise von Gravo-Bomben attackiert, gegen die sie sich nicht verteidigen kann…

Deutsche Ausgabe
Drachenjäger033 - Drachenjäger
John Peel
Dt. Horst Pukallus

Softcover - 1996
Pub: Heyne Verlag
Pages: 315
ISBN: 345311891X

eBook - 2014/02
Pub:Heyne Verlag
ISBN: 3641116864
Cover
DrachenjägerDrachenjäger
Auszug
Commander William Riker schlich vorwärts, schob dabei behutsam eine Handvoll Halme des hohen Sumpfschilfs zur Seite. Schon diese schwache Bewegung erzeugte auf dem dunkelgrünen Wasser Wellenringe und Luftblasen, die rings um seine Füsse platzten. Stinkige Gase wurden frei. Riker unterdrückte den Drang zu husten; angestrengt lauschte er auf irgendwelche noch so leisen Geräusche, die anzeigen mochten, dass sie ihn gehört hatten.
Nichts.
Doch schliesslich erzählte die Sage ja, dass man einen 'tcharian-Krieger nie hörte, ausser er wollte es so - und das war erst der Fall, wenn er den Todesstreich führte. Andererseits konnte das wirklich nur eine Sage sein. Wie sonst hätte jemand das herausfinden und überleben können?
Riker fasste den Griff seines zweischneidigen Schwerts fester, das er in den Fäusten hielt; dann setzte er erneut den Fuss nach vorn. Noch mehr ekelhafte Blasen platzten vor ihm auf der Wasserfläche. Nun bekam die Holodeck-Simulation für seinen Geschmack einen allzu scheusslich realistischen Charakter. Es fiel ihm zusehends schwerer, den Hustenreiz zu bezähmen, der seine rau gewordene Kehle plagte.
Alexander folgte ihm mit deutlich weniger Mühe. Die Brühe reichte dem Klingonenjungen bis an den Bauch, darum verursachte er bei der Fortbewegung weniger Wellen. Allem Anschein nach störten die stinkigen Sumpfgasblasen ihn nicht. Für seine Klingonennase, überlegte Riker, riecht der Mief vielleicht sogar wie ein Parfüm.
Der Junge hielt seinen leichteren Stossdegen über dem Kopf, damit die Klinge trocken blieb. In Alexanders dunklem Gesicht stand ein leichtes Lächeln. Ihm machte es Spass.
Typisch, dachte Riker. Ausschliesslich ein Klingone konnte so ein Abenteuer als Vergnügen empfinden. Zwar war Alexander praktisch noch ein Kind, aber er war ein Klingonenkind. Klingonen wurden zum Kämpfen geboren. Riker selbst war schon vor langem zu der Einsicht gelangt, dass er ein liebevoller Mensch war, keine Kämpfernatur. Aber in diesem nächtlichen Sumpf gab es absolut nichts Liebenswertes.
Er tat noch einen Schritt und verhielt abermals, um zu lauschen. Noch immer bemerkte er nichts als den widerlichen Gestank, der ihm allmählich auf den Magen schlug, und das eiskalte Wasser, das ihm bis über die Knie schwappte.
English Edition
Here There Be Dragons028 - Here There Be Dragons
John Peel

Softcover - 1993.12
Pub: Simon & Schuster
Pages: 225
ISBN: 0671865714

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